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Dokumentation ShareISDN Server

Systemanforderungen des ShareISDN Servers (für Linux)

Sie benötigen ein Linux-System mit einer ISDN-Karte. Das System muß eine Capi-Schnittstelle zur Verfügung stellen. ShareISDN für Linux arbeitet nicht mit dem veralteten HISAX-Treiber zusammen. Bitte überprüfen Sie, ob der Hersteller Ihrer ISDN-Karte eine CAPI 2.0-Schnittstelle für Linux bereitstellt. Soweit wir wissen, gilt dies für folgende Karten:

AVM Computersysteme Vertriebs GmbH
- AVM A1 card
- AVM B1 card
- AVM Fritz!Card PCI
- AVM Fritz!Card USB
- AVM Fritz!Card Classic
- AVM Fritz!Card PNP
- AVM Fritz!Card PCMCIA
- AVM Fritz!X USB
- AVM Fritz!X ISDN

Eicon Networks GmbH
- Eicon Diva Server BRI
- Eicon Diva Server 4BRI (4xS0)
- Eicon Diva Server PRI (1xS2M)

HST Projekt- und Vertriebsgesellschaft mbH
- HST Saphir ISA
- HST Saphir III PCI
- HST Saphir III ML PCI (4xS0)
- HST Saphir V Primary PCI (1xS2M)
- HST VII MiniPCI

Hypercope / Hermstedt AG
- Hypercope Champ2
- Hypercope Ergo2
- Hypercope Metro4

Zur Anbindung von ShareISDN an einen S2M-Anschluß (30 B-Kanäle) empfehlen wir die Verwendung einer Saphir V Primary PCI der Firma HST. Selbst auf langsamen Systemen (Asus P2B, Pentium II 333) betrug die Prozessorlast nur 20% bei vollständiger Auslastung aller Kanäle (full duplex).

Installation des ShareISDN Servers (für Linux)

Laden Sie das File "ShareISDNServer.tar.gz" herunter und extrahieren Sie es:
[root@server root]$ tar xvfz ShareISDNServer.tar.gz

Danach finden Sie die folgenden Files im directory "ShareISDNServer":
- shareisdnserver (die Programmdatei selbst)
- shareisdnserver.conf (eine Beispielkonfiguration)
- README

Sie können direkt die Konfigurationsdatei editieren und den ShareISDN Server starten. Oder Sie kopieren die Programmdatei in einen entsprechenden Ordner, zum Beispiel "/usr/bin" oder "/usr/local/bin".

Die Programm wird als erstes seine Konfigurationsdatei im gleichen Ordner suchen. Sollte hier keine passende Datei vorhanden sein, wird als nächstes im "/etc" Verzeichnis gesucht. Es ist empfehlenswert, die Konfigurationsdatei in das Verzeichnis "/etc" zu verschieben. Um dies machen zu können, benötigen Sie in der Regel Root-Rechte.

Um den ShareISDN Server auf Ihrem Linux-Rechner zu starten, geben Sie einfach ein:
[root@server root]$ ./shareisdnserver &

Bitte berücksichtigen Sie, dass ShareISDN ohne einen gültigen Lizenzschlüssel alle Verbindungen nach zwei Minuten trennt und insgesamt nur 6 Verbindungen erlauben wird.

Eingabe des Lizenzschlüssels (für Linux)

Sofern Sie ShareISDN nur testen möchten, fahren Sie mit dem nächsten Schritt fort. Sofern Sie ShareISDN bereits registriert und einen Lizenzschlüssel erhalten haben, sollten Sie ShareISDN mit dem "-l" parameter aufrufen:
[root@server root]$ ./shareisdnserver -l
Please enter the license key:

Sofern der Lizenzschlüssel akzeptiert wurde, wird ein Key-File im gleichen Ordner erstellt, in dem sich auch die Konfigurationsdatei befindet. Bitte starten Sie den ShareISDN Server neu, und überprüfen Sie im Logfile des Systems, dass ShareISDN nun nicht mehr im Demo Modus läuft. Sofern dies doch der Fall ist, versuchen Sie noch einmal, den Lizenzschlüssel einzugeben.

Konfiguration des ShareISDN Servers (für Linux)

Nach der Installation ist es im Normalfall nicht nötig, die Konfiguration zu ändern. Die Voreinstellungen sehen wie folgt aus:
- Der Server wartet auf dem TCP/IP-Port 6000 auf Client-Verbindungen.
- Allen Clients ist der Zugriff erlaubt, keine Beschränkung.
- Der Server läuft im Demo Modus (kein Lizenz-Schlüssel).

Um obige Einstellungen zu ändern, öffnen Sie die Konfigurationsdatei "shareisdnserver.conf" mit einem Editor.

Die Einstellungen haben im Einzelnen folgende Wirkung:

- Port
Tragen Sie hier den TCP/IP-Port ein, über den der Server mit den Clients kommunizieren soll. Sollten Sie feststellen, daß der Service nicht wieder startet, nachdem Sie diese Einstellung geändert haben, dann haben Sie wahrscheinlich einen Port eingegeben, welcher bereits verwendet wird. Wählen Sie einfach einen anderen Port.

- AllowAllClients
Wenn Sie diesen Parameter auf "On" stellen, kann jeder beliebige Rechner eine Verbindung zum ShareISDN Server aufbauen.
Indem Sie diesen Parameter auf "Off" stellen, begrenzen Sie den Zugriff auf den Server. Nur die Rechner können eine Verbindung zu ihm aufbauen, die in der Konfigurationsdatei eingetragen sind.
Sie können die Funktion "AllowAllClients" nur zusammen mit dem Demo-Modus und der Unlimited License verwenden. Sollten Sie eine "5 Client Computer License" oder eine "10 Client Computer License" besitzen, so wird dieser Parameter ignoriert, und Sie MÜSSEN die Namen bzw. die IP-Nummern der Client Rechner eingeben. Sie können jeweils nur 5 oder 10 Rechner eingeben, abhängig von Ihrer Lizenz-Art.

- Client
Sie können den Namen oder die IP-Nummer eines Rechners hinter diesen Parameter schreiben. Sie sollten nach Möglichkeit IP-Nummern anstelle von Namen verwenden, da Namen in IP-Nummern überführt werden müssen. Sollten Sie einen DHCP-Server mit dynamischen IP-Nummern verwenden, kann es natürlich nützlich sein, den Namen einzutragen.
Sollten Sie eine "5 Client Computer License" oder eine "10 Client Computer License" besitzen, so wird dieser Parameter ignoriert, und Sie MÜSSEN die Namen bzw. die IP-Nummern der Client Rechner eingeben. Sie können jeweils nur 5 oder 10 Rechner eingeben, abhängig von Ihrer Lizenz-Art.

- Password
Geben Sie hier ein Passwort ein, wenn Sie den Zugriff auf diesen Server beschränken wollen. Wenn ein Client versucht, eine Verbindung zu diesem Server aufzubauen, dann muss er zunächst das passende Passwort schicken. Diese Einstellung gilt nur für reine CAPI Verbindungen! Clients können auch ohne Passwort Internet-Verbindungen (RAS) aufbauen.
Lassen Sie dieses Feld leer, um diese Funktion abzuschalten.

- LogFileSize
Mit diesem Parameter bestimmen Sie die Maximalgröße des LogFiles "shareisdnserver.log" in Kilobytes (kb). Zum Abschalten des LogFiles setzen Sie den Wert "0". Fehlermeldungen finden Sie dann immer noch im LogFile des Systems.

- ConsLogSize
Mit diesem Parameter bestimmen Sie die Maximalgröße der Datei "shareisdncons.log" in Kilobytes (kb). Diese Datei wird zur Erfassung der Verbindungsdaten verwendet. Zum Abschalten des LogFiles setzen Sie den Wert "0". Fehlermeldungen finden Sie dann immer noch im LogFile des Systems.

- PptpMSN
Eigene Telefonnummer (MSN) für RAS-Verbindungen.

- DisablePPTP
Indem Sie diesen Parameter auf "On"setzen, schalten Sie die RAS-Unterstützung ab. Dies kann nützlich sein, wenn Sie einen eigenen PPTP Einwahlserver auf dem gleichen Rechner betreiben und es durch den RAS support von ShareISDN zu Störungen kommt.

In der Konfigurationsdatei finden Sie weitere weniger wichtige Parameter und deren Bedeutungen.

Sofern Sie feststellen, dass sich ShareISDN nicht wieder starten lässt, sollten Sie im LogFile nach Fehlermeldungen suchen.

Fehler, Warnungen und Informationen
Fehler, Warnungen und Informationen werden sowohl in das System LogFile als auch in die Datei "shareisdnserver.log" geschrieben. Letztere finden Sie im Verzeichnis "/var/log/" oder im Verzeichnis, in dem sich die Programmdatei von ShareISDN befindet.
Die maximale Dateigröße ist 400 kb (default, einstellbar in der Konfigurationsdatei). Wenn die Dateigröße überschritten wird, erfolgt eine Umbennennung der Datei in "shareisdnserver.old", und eine neue Datei wird erstellt. Ein bereits existierendes "shareisdnserver.old" wird dabei gelöscht.

Erfassung der Verbindungsdaten
Die Datei "shareisdncons.csv" enthält Informationen über die ISDN Verbindungen als "Komma getrennte Werte". Sie finden diese Datei im im Verzeichnis "/var/log/" oder im Verzeichnis, in dem sich die Programmdatei von ShareISDN befindet.. Sie können sie einfach mit einer Tabellenkalkulation oder Datenbank-Anwendung verarbeiten.
Die maximale Dateigröße ist 400 kb (default, einstellbar in der Registry). Wenn die Dateigröße überschritten wird, erfolgt eine Umbennennung der Datei in "shareisdncons.old", und eine neue Datei wird erstellt. Ein bereits existierendes "shareisdncons.old" wird dabei gelöscht.

Die Spalten der Datei haben folgende Bedeutungen:

  • Datum/Uhrzeit
  • Gerufene Nummer
  • Abgehende Nummer (sofern verfügbar)
  • Client IP
  • Dauer (in Sekunden)
  • Typ (Capi oder RAS Verbindung)
  • Richtung (abgehend oder ankommend)
  • Bemerkungen (erfolgreich oder nicht)

Deinstallation des ShareISDN Servers (für Linux)

Beenden Sie einfach den ShareISDN Server und löschen Sie die folgenden Dateien:

- shareisdnserver (die Programmdatei)
- shareisdnserver.conf
- README
- shareisdnserver.log
- shareisdnserver.old
- shareisdncons.log
- shareisdncons.old